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Die Atmung ist als eine der wesentlichen Grundfunktionen des Lebens mit allen Funktionen des Organismus eng verknüpft. Sie gewährleistet nicht nur den Gasaustausch, sondern auch die gesamte Stoffwechsellage und durch den Atemrhythmus und die Frequenz die Organfunktionen. Die Atmung wird, im Gegensatz zum Herzen, welches weitestgehend autonom arbeitet, über vegetative Prozesse (Atemzentrum) reguliert. Da die Atmung sehr intensiv und komplex mit dem Stammhirn vernetzt ist, reagiert die Atmung unmittelbar auf psychische und physische Reize des Körpers. Während jedoch im Rahmen der Physiotherapie und Massage ausgeübte Atemtherapie darauf abzielt im Hauptsächlichen Erkrankungen und Verletzungen der Atmungsorgane zu behandeln, steht bei unserer Arbeit (Atemtherapeuten) die Atempflege mit im Vordergrund. Die Atemtherapie mit ihrem psychosomatischen Ansatz, aus der Begegnung der westlichen Atemlehren, dem fernöstlichen Atemwissen und der Psychotherapie wurde hierbei erst Anfang des letzten Jahrhunderts entwickelt. Wobei sich die Theorie darauf stützt: Wenn die Atmung auf den Körper reagiert - so funktioniert dieses auch konträr - der Körper reagiert auf die Atmung. In der Therapie mit dem Atem wird vor allem dieser Zusammenhang genutzt, indem der Atem, auf unterschiedliche Vorgehensweisen, gesteuert wird, obwohl die Atmung ununterbrochen und unwillkürlich abläuft. Es werden zahlreiche Formen der Atemtherapie - die Ihrer Zielrichtung gemein sind - als sich jedoch in ihrer Methodik unterscheiden, in der Atemtherapie, zur Anwendung gebracht. Die Atemtherapie wird zu den ´alternativen Heilverfahren´ gezählt.
So kommen in unserer Praxis beispielsweise Atemtherapien nach I. Middendorf, Graf Dürckheim, C. Veening oder K. Scheerer zum Einsatz, die beispielsweise in dem so genannten ´willentlichen Atem´ oder dem ´zugelassenen Atem´ ihre Anwendung finden.
Das erste was wir tun, wenn wir auf die Welt kommen, ist Atmen. Und das letzte was wir tun bevor wir von dieser Erde gehen, ist ein Atemzug. Der Fluss des Atems begleitet uns durch das Leben, er steht für das Leben selbst.
Leider nehmen wir den Atem in der heutigen Zeit kaum noch bewusst wahr. Der Atem reagiert jedoch auf jede emotionale Regung, jedes Gefühl, jede Angst und jede Depression.
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